Gästehaus - Generalsanierung

Generalsanierung "Haus Scholastika"

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Voraussichtliche Wiedereröffnung:   Ende 2023

Seit 2010 haben wir die Kerngebäude der barocken Klosteranlage energetisch und brandschutzmäßig saniert. Allein das GÄSTEHAUS SCHOLASTIKA blieb bisher noch außen vor. Dieses Gebäude bedarf nicht nur einer ener-getischen und brandschutzmäßigen Ertüchtigung, sondern darüber hinaus einer GENERALINSTANDSETZUNG.

 

Die besondere Bauweise und Größe - es handelt sich typologisch um ein ungewöhnliches freistehendes, zentralisierendes, bemerkenswert aufwendig und wohnlich gestaltetes Bauwerk, mit großen, gut belichteten und durch Kamine beheizten Innenräumen, sowie einem eigenen Hausbrunnen und großem Pyramidendach - wies es immer schon als Gästehaus aus.
Wegen der etwas abgeschiedenen Lage  ist es ein Haus der Stille. Viele Gäste kommen hierher, um zur Ruhe zu finden, abzuschalten, ihr Leben zu überdenken, das Gespräch mit einer Schwester zu suchen. Sie schätzen die ganz besondere Atmosphäre dieses Gebäudes gegenüber dem übrigen Seminarbereich, der vorwiegend den Gruppen vorbehalten ist. Hier geschieht im Stillen viel Gutes für Menschen. Das sehen wir als Gemeinschaft für eine unserer Hauptaufgaben an.

 

2018 begannen schließlich die Planungen für dieses letzte Projekt. Weihnachten 2019 erhielten wir als völlig unerwartet eine Spende in Höhe von 500.000 Euro, konkret für dieses Projekt. Das war für uns geradezu der Startschuss „vom Himmel“. Der notwendige Bauantrag wurde erarbeitet, eingereicht und am Karsamstag, den 11.04.2020 erhielten wir den Bescheid. Zum 1. November 2020 wurde das Haus geschlossen. Es folgten weitere Untersuchungen und Eingaben um Zuschussgelder. Damit verbunden waren weitere Wartezeiten, die den eigentlichen Baubeginn verzögerten. Im Februar 2022 wurde es dann konkret.

 

Das Gästehaus hat ein Grundrissmaß von rund 15x15 m. Die Bautafel über dem Haupteingang weist das Jahr  1611 aus. Das Haus stellt innerhalb der Klosteranlage, neben dem Münster, das herausragendste Baudenkmal dar. Im laufe der Jahrhunderte wurden viele Baumaßnahmen durchgeführt. Der jetzige Zustand ist im Wesentlichen geprägt durch:

-    Ersterstellung Anfang des 17. Jahrhunderts
-    Umbauten Mitte des 19. Jahrhunderts
-    Umbauten und erste Haustechnikeinbauten, sowie Dachgeschossausbau um 1908
-    Umbauten und Sanierung in der Mitte und der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts


Die im 19. und 20. Jahrhundert erfolgten Umbauten sollen weitestgehend wieder rückgebaut werden.