Kulturfahrt nach SALZBURG am 23. April 2016

Spurensuche in Salzburg ...

Frauenchiemsee war eng mit dem Erzbistum Salzburg verbunden und zählte bis zur Säkularisa-tion von 1803 zu dessen Einzugsgebiet. Einige historische Bezüge sind hier besonders hervorzuheben:

  • Vorbild für die Gründung war das Herzogskloster und adelige Damenstift Nonnberg (gegr. 713/15), das im 1. Konvent nicht nur die Ausrichtung vorgab, sondern wohl auch etliche Nonnen stellte.
  • Tassilos Mutter, Königstochter Hiltrud diente das Kloster Nonnberg als Apanage. Sie führte von hier aus die vormundschaftliche Regierung für ihren unmündigen Sohn Tassilo III., daneben war eine geistliche Vorsteherin als „Äbtissin“ für Gebet, Erziehung und Ausbildung verantwortlich. (ähnlich war auch die Struktur des Klosters von San Salvatore in Brescia, das von Königin Ansa, der Mutter von Liutpirc (Gemahlin von Tassilo) 754 gegründet wurde.
  • Erzbischof Eberhard II. wollte 1201 ein zusätzliches Bistum Chiemsee errichten und dazu die Abtei Frauenwörth als Bistumssitz nutzen. Die Chorfrauen wehrten sich erfolgreich gegen die drohende Auflösung. Das neue Suffraganbistum erhielt seinen Sitz 1216 auf der Herreninsel. Noch heute hat die Regierung von Salzburg ihren Sitz im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Bistums, im Chiemseehof.
  • 1704 musste Äbtissin Irmengard von Scharfsedt, die das Klostergebäude von 1728-32 von Grund auf neu aufführen ließ, mit ihrem Konvent nach Salzburg fliehen. Der Chiemgau war zum Schauplatz des spanischen Erbfolgekrieges geworden. Das Kloster musste sich durch eine hohe Summe Geldes freikaufen und sah sich weiteren Forderungen gegenüber, die es nicht erfüllen konnte. In dieser Bedrängnis nahm die Abtei St. Peter einen Teil des Konvents für mehrere Monate auf.

Wir laden alle Mitglieder und Freunde der Abtei wieder ein, uns auf dieser dritten spannenden Entdeckungsreise zu begleiten!

Der Programmverlauf

Treffpunkt

Anfahrt

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlauf

Mittags

Nachmittag

 

Rückfahrt

Kosten

Anmeldung

10:30 Uhr vor dem Haupteingang des "Chiemseehofs" in der Altstadt, Krotachgasse 8

Wegen der vielen Staus in Salzburg empfehlen wir die Anreise mit dem Zug EC 111

München ab 8:18

Rosenheim ab 8:57

Prien ab 9:13

Traunstein ab 9:33

Freilassing ab 9:51

Salzburg an 9:59 dann mit Bus oder Taxi in die Altstadt.

Für die Autoanfahrt bietet sich die CONTIPARK Tiefgarage A Altstadtgarage 

(Mönchsberg) an. Von dort aus zu Fuß ca. 15 Minuten.

Begrüßung und Führung durch Landtagspräsidentin Frau Dr. Brigitta Pallauf.

Gegen 13:00 Uhr im Peterskeller (Abtei St. Peter).

15.00 Uhr Führung mit Herrn Erzabt Korbinian Birnbacher OSB, Abtei St. Peter, durch die Dauerausstellung der Abtei im „DomQuartier”.

Züge fahren stündlich um 17:15, 18:15 ... Richtung München.

Die Kosten für Anreise/Verköstigung/ggf. Eintritt tragen die Teilnehmer.

Für Rückfragen und Anmeldung (bis 2. April) wenden Sie sich an:

Herrn Hans-Eberhard Kühn

Tel.: 08621 / 61541

e-mail: he.kuehn@t-online.de 

DiDetails zur Fahrt hier herunterladen!


Der Chiemseehof

Der Chiemseehof als ehemaliger Sitz der Bischöfe von Chiemsee beherbergt heute die Salzburger Landesregierung und den Salzburger Landtag.

 

Er umfasst insgesamt fünf Gebäude als Häuserblock zwischen Pfeifergasse und Krotachgasse, mit einem zur letzteren offenen Innenhof. Das Ensemble gehört zum UNESCO-Welterbe Historisches Zentrum der Stadt Salzburg.

1215 errichtete der Erzbischof von Salzburg das Bistum Chiemsee. Der Bischof von Chiemsee fungierte als persönlicher Weihbischof des Erzbischofs, der ihm auch weitere Aufgaben auferlegte. Obwohl Bischof einer eigenen Diözese, residierte der Bischof stets in Salzburg, wo er den erstmals 1216 erwähnten Chiemseehof bewohnte.

Um 1300 wurde er zur Residenz ausgebaut. Die Kapelle des Hofes wurde in erweiterter Größe, die man getrost eine Kirche nennen konnte, 1497 eingeweiht.

 

Nach einem Brand Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Gebäude ab 1694 wiedererrichtet, vergrößert und umgebaut. Der Chiemseehof diente bis 1812 als Residenz der Bischöfe zu Chiemsee. 1812 wurde der vormalige Bischof von Chiemsee Sigmund Christoph von Zeil und Trauchburg anerkannter Administrator der Erzdiözese Salzburg. Bis 1861 residierten dann hier sein Nachfolger, die Salzburger Erzbischöfe Augustin Gruber, Fürst zu Schwarzenberg und von Tarnóczy.

Seit 1866 ist der Chiemseehof Sitz des Salzburger Landtags und der Landesregierung. Der Komplex wurde mehrmals umgebaut, so wurden 1873 im Zuge von Adaptierungsarbeiten das Kumpfmüllertor samt Zubauten und die Hofkapelle abgetragen.

Der heutige Sitzungssaal des Landtages wurde in einem Gebäude eingerichtet, das Bischof Silvester Phlieger (1438–1451) als Getreidekasten errichtet hatte. 1967 bzw. 1977 wurde der Chiemseehof grundlegend renoviert. 

Der Weg in Salzburg zum Chiemseehof

  • Fußweg vom Hauptbahnhof zum Chiemseehof (Haupteingang):
  • Bus vom Hauptbahnhof zum Chiemseehof (Haupteingang):

Buslinie 5 Richtung "Birkensiedlung"
ab 09:06 Bussteig C 
an 09:15  Mozartsteg/Rudolfskai 

dann 7 Minuten (430 m) Fußweg zum Chiemseehof

 

Buslinie 60 Richtung Hallein Heidebrücke
ab 09:10 Bussteig A 
an 09:19  Mozartsteg/Rudolfskai

dann 5 Minuten (345m) Fußweg zum Chiemseehof

 

Buslinie 170 Richtung Hallein Bahnhof
ab 09:15 Bussteig A 
an 09:24  Mozartsteg/Rudolfskai

dann 5 Minuten (345m) Fußweg zum Chiemseehof

  • Fußweg vom Parkhaus zum Chiemseehof (Haupteingang):

Der Peterskeller

Der Stiftskeller St. Peter (Peterskeller) befindet sich in der Salzburger Altstadt (Mönchsstadt) auf dem Gelände der Erz-abtei St. Peter - ca. 10 Min. Fußweg vom Chiemseehof 

entfernt. 

Der "Peterskeller" war ursprünglich das Gästehaus der Benediktinermönche von St. Peter und zählt sicherlich zu den ältesten Gasthäusern der Stadt. Ob es allerdings wirklich das älteste Restaurant Europas ist, wie behauptet wird, ist allerdings nicht bewiesen. Wohl wurde der Keller bereits 803 von Alkuin, einem Gefolgsmann von Kaiser Karl dem Großen, erwähnt. 1300 wird er vom Mönch von Salzburg beschrieben. Ja sogar

Faust persönlich soll im Keller eingekehrt sein. 

Kurzer geschichtlicher Überblick:

  803      Der St. Peter Stiftskeller wird erstmals urkundlich durch den Gelehrten Alkuin, einem Gefolgsmann

               Kaiser Karls des Großen, erwähnt.

1300      Der St. Peter Stiftskeller findet Aufnahme in die Literaturgeschichte durch den Dichter und Kompo-
               nisten „Mönch von Salzburg“.

1510      Umfassende Vergrößerung – selbst Faust wusste um die Qualität dieses Ortes.

1720      Veränderung des Stiftskellers – Adel, Bürgertum und Klerus kehren ein.

1760      Michael Haydn bewohnt das Obergeschoß des Stiftskellers.

1803      Erwerb der „Biergerechtigkeit“ und Ausschank von Bier. Davor war der Stiftskeller ein reines Wein-

               lokal, in dem die Patres ausschließlich eigene Weine ausschenken durften.

1809      Während der napoleonischen Kriege werden Soldaten der französischen Truppen im Stiftskeller ein-

               quartiert.

1903      Bau des Barocksaals und Ausbau der Willibaldhöhle unter Abt Willibald Hauthaler.

1918      Der Stiftskeller wird während des Ersten Weltkrieges geplündert. 

2003      Der Stiftskeller feiert sein 1200-jähriges Bestehen.

2015      Durch ein Gutachten des Bundesdenkmalamtes wurde festgestellt, dass das Eingangstor zum St. 

               Peter Stiftkskeller das älteste Tor des St. Peter Bezirks ist. Das Tor wurde generalsaniert und der ur-

               sprüngliche Zustand aus dem Jahr 1710 wieder hergestellt.

Das DomQuartier

Barocke Macht – Barocke Pracht

15 000 prachtvolle Quadratmeter – 2000 überwältigende Exponate – 1300 bewegte Jahre

Mit der Eröffnung des "DomQuartiers" setzte Salzburg 2014 ein kul-turelles Highlight im Herzen der Stadt:

Das ehemalige Zentrum fürsterzbischöflicher Macht, der Komplex aus Residenz und Dom, ergänzt um das Benediktinerkloster St. Peter, ist erstmals nach 200 Jahren der Öffentlichkeit als Rundgang zugänglich. 

Vor mehr als 400 Jahren begannen die mächtigen Fürsterzbischöfe, die Stadt Salzburg in ein barockes Juwel zu verwandeln. Beeindruckt vom üppigen Prunk im einflussreichen Kirchenstaat Rom, sollte auch die Hauptstadt des Salzburger Bistums neu erblühen, das durch den Handel mit Salz, Gold und anderen Rohstoffen äußerst vermögend war. Die größten Architekten jener Zeit wurden nach Salzburg geholt, sie schufen ein städtebauliches Meisterwerk, das heute als Weltkulturerbe der UNESCO geschätzt und geschützt wird.

Die fünf integrierten Museen:

  • Die Salzburger Burgen und Schlösser Betriebsführung mit der Residenz.
  • Die Residenzgalerie wurde 1923 als Ersatz für die in den napoleonischen Kriegen verloren gegangenen fürsterzbischöflichen Sammlungen gegründet.
  • Das Dommuseum der Erzdiözese Salzburg wurde 1974 gegründet, ist in den Emporenräumen des Doms beheimatet und zeigt den Domschatz sowie Kunst- und Wunderkammer.
  • Die Erzabtei St. Peter 696 von Bischof Rupert gegründet, gilt als ältestes Kloster im deutschsprachigen Raum sowie älteste Institution der Stadt.
  • Das Salzburg Museum 1834 begründet, besteht seit 2007 als Museum für Kunst- und Kulturgeschichte für Stadt und Land Salzburg in der Neuen Residenz

Das Museum St. Peter im "Wallistrakt" der Residenz

Das neu gestaltete Museum St. Peter befindet sich im Wallistrakt, im ältesten erhaltenen Bauteil des 1604 unter Wolf Dietrich begonnenen barocken Neubaus der Salzburger Residenz. Die Kunstschätze der Erzabtei St. Peter haben hier erstmalig eine ständige Heimstatt. Anders als die fürsterzbischöflichen Kunstsammlungen wurden jene von St. Peter nicht säkularisiert und enteignet, weshalb viele wertvolle Stücke – immerhin geschätzte 40 000 Objekte – erhalten blieben. Eine Auswahl der schönsten Exponate wird der Öffentlichkeit präsentiert: Münzen, Messkelche, Kreuze, Andachtsbildchen u.v.m. sowie eines der ältesten Objekte, das Rupertuspastorale, ein Abtstab aus dem 11./12. Jahrhundert. Zudem spürt die Dauerausstellung den Verbindungen der Komponisten Johann Michael Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart zu St. Peter nach. In einem dritten Raum wird die Geschichte des ältesten – seit 696 bestehenden – Klosters im deutschsprachigen Raum in Wort und Bild anschaulich erzählt.

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