Die Oblaten

Was sind Benediktiner-Oblaten?

Der Hl. Benedikt von Nursia hat eine Regel für Mönche geschrieben. Der Geist dieser Regel fasziniert aber immer wieder auch Menschen, die einen geistlichen Weg in der Welt suchen, in Verbindung mit einem bestimmten Kloster. In Anbindung an dieses gibt es für diese Menschen das Oblaten-Institut.

Wie leben Benediktiner-Oblaten?

Im Geist der Regel Benedikts verstehen die Oblatin und der Oblate ihr Leben als ein Hören auf den Willen Gottes (Regula Benedicti, Prolog 1) unter der Führung des Evangeliums (Regula Benedicti, Prolog 21). Der Alltag in der Welt, seine Aufgaben und Angebote werden in diesem Sinn als Chancen der Gottesbegegnung und Gottesanfrage verstanden. Als Suchende sind die Oblaten - mit den Mönchen oder Nonnen ihres Klosters und wie sie - als Lernende auf dem Weg. Die Sehnsucht und der Wille, mehr und mehr aus Gott heraus zu leben, bestimmen ihr Leben.
Entsprechend ihren Möglichkeiten versuchen die Oblaten, den Geist der Benediktusregel und - soweit es geht - Teile des klösterlichen Stundengebets in ihr Leben zu integrieren. Die Verbundenheit mit dem Oblations-Kloster wird durch Rundbriefe, persönliche Kontakte und durch Treffen der Oblaten (Einkehrtage) im Kloster gepflegt. Die Oblaten sind im Rahmen dieser Beziehungen Teil der jeweiligen Klostergemeinschaft, der sie sich verbunden haben.

Was ist die Oblation?

Entsprechend dem lateinischen Wortinhalt (oblatus = der Hingegebene) ist die Oblation das Versprechen (feste Bereitschaft) des Christen, sein Leben der Ehre Gottes und dem Dienst am Nächsten zu widmen. Die Oblatin/der Oblate über- geben sich Gott mit dem festen Vorsatz, mitten in der Welt im Sinn der Regel zu leben. Das Versprechen wird dem Abt/der Äbtissin des jeweiligen Klosters geleistet.